26 SEO-Tipps für Platz #1 bei Google

Dominik Kistler

Dominik Kistler

2. Dezember 2020

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Suchmaschinenoptimierung oder kurz SEO (Search Engine Optimization) ist eine der Königsdisziplinen des Online Marketings. Da Du höchstwahrscheinlich nach SEO-Tipps oder SEO-Tricks gegoogelt hast und auf diesem Beitrag gelandet bist, müssen wir Dir nicht erklären, warum eine gute Auffindbarkeit in den Suchergebnissen heutzutage wichtig ist. Die Frage, die sich jedoch stellt, ist, wie man diese “gute Auffindbarkeit” und damit verbunden       eine Top-Position für die wichtigsten Suchbegriffe rund um das eigene Unternehmen sicherstellt. Dazu haben wir diesen Beitrag veröffentlicht. 

Und für wen dieser letztlich doch sehr lang gewordene Beitrag zunächst erschlagend wirkt: Wir haben zu jedem der SEO-Tipps eine “Kurzversion”, die sich dazu eignet, um einen Überblick über mögliche Maßnahmen und die Tipps zu bekommen. Außerdem gibt’s eine etwas längere Version, die detailliertere Erklärungen enthält. Wir empfehlen auch das Inhaltsverzeichnis zu nutzen, um direkt zu den einzelnen Tipps zu springen.

1. Content für Menschen und nicht für Suchmaschinen

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Es geht in diesem Text um Suchmaschinen. Trotzdem ist es wichtig, als allerersten Tipp einmal zu betonen: Der Content, den Du auf Deiner Website veröffentlichst, sollte für Menschen und nicht für Suchmaschinen geschrieben sein. Natürlich ist es wichtig, dass Du Dich an grundlegende Regeln der OnPage-Optimierung haltet, doch das Ziel Deines Textes ist letztlich immer, dass Menschen auf Deine Website klicken und danach konvertieren oder mit einem guten Bild Deines Unternehmens von der Website gehen. Es hat für euch höchstwahrscheinlich kaum einen Nutzen oder schadet euch langfristig sogar, wenn Du zwar für ein sehr umkämpftes Keyword rankst, aber kein einziger Nutzer sich den Text richtig durchliest oder bei Dir einkauft. Noch schlimmer ist es, wenn langfristig der Eindruck entsteht, dass es sich sowieso nicht lohnt auf Deine Seite zu klicken, weil der Content “sowieso nicht gut ist”.

Wenn man darüber etwas genau nachdenkt, dann beginnt man zu verstehen, dass Content der Menschen einen echten Mehrwert bietet, auch immer Content für die Suchmaschinen ist. Denn Google – und auch andere Suchmaschinen – haben letztlich nur ein Ziel: Nutzern möglichst gute Suchergebnisse zu liefern, die ihnen einen echten Mehrwert bieten. Beantwortet ihr Text also tatsächlich die Fragen, die ein Nutzer bei einer gewissen Suchanfrage beantwortet haben will, dann wirst Du auch bei Google mit dem Text besser ranken.

Hier sollte auch noch ein Wort der Warnung mitgegeben werden: Google “versteht” Content immer besser. In den letzten Jahren haben zahlreiche Google Algorithmus Updates dazu geführt, dass “schlechter” bzw. unnützer Content, der ausschließlich für Suchmaschinen geschrieben war, nicht mehr in den Suchergebnissen auffindbar ist. Es ist natürlich davon auszugehen, dass Google auch in den nächsten Jahren dafür sorgen wird, dass nur gute Inhalte, die den Nutzern einen echten Mehrwert bieten auch in den Suchergebnissen auftauchen. Wer also Content schreibt, der nur mit sinnlosen Keywords zugekleistert ist, schwer zu lesen ist und nur Links zu irrelevanten Quellen enthält, der wird es langfristig schwer haben eine wirklich relevante Website mit viel Traffic aufzubauen.

2. Am Anfang steht immer eine umfangreiche Keyword Recherche

Schwierigkeit: Geeignet für Fortgeschrittene

Bevor man dann an das eigentliche Erstellen und Schreiben von Content macht, sollte man immer eine umfangreiche Keyword Research durchführen und die Bedeutung der Keyword Recherche demzufolge nicht unterschätzen. Denn obwohl eigentlich jeder, der sich schon einmal irgendwie mit dem Thema SEO beschäftigt hat weiß, was eigentlich eine Keyword Recherche ist, bemerken wir bei vielen unserer Kunden oder Menschen aus der Branche das gleiche: Die Bedeutung einer guten Keyword Recherche wird unterschätzt und die Keyword Recherche dementsprechend schlecht durchgeführt.

Ein Satz, der uns in Bezug auf die Bedeutung von Keyword Recherche immer im Kopf geblieben ist und die Bedeutung gut auf den Punkt bringt stammt von Neil Patel, einem der führenden Köpfe im SEO Bereich:

“Die Keyword-Recherche ist das Grundgerüst Deiner Online-Marketing-Bemühungen und hat Auswirkungen auf alle Entscheidungen, die Du treffen wirst.” (Neil Patel)

Auf SEO reduziert: Die Keyword Recherche bestimmt, für welche Keywords man Content erstellt und ranken will. Werden die falschen Keywords gewählt, kann das dramatische Folgen haben. Zum Beispiel:

  • Die erhofften Rankings bleiben aus, weil die Konkurrenz viel zu groß ist und alle SEO Maßnahmen führen trotz großem Aufwand nicht zum Erfolg.
  • Die erhofften Rankings werden erreicht, doch die Keywords und der entsprechende Content sind falsch gewählt. Die Nutzer kaufen keine Produkte, interagieren nicht mit der Marke und alle Maßnahmen haben trotz großem Aufwand keinen Erfolg.
  • Die erhofften Rankings werden erreicht, doch niemand besucht die Seiten, weil die Begriffe für die der Content ranked sehr selten oder sogar gar nicht bei Google eingegeben werden. Die Content-Erstellung und SEO-Maßnahmen waren also dennoch sinnlos.

Es gibt im Internet unzählige Beiträge, die sich mit dem Thema Keyword Recherche auseinandersetzen. Wir können an dieser Stelle nur eindringlich dazu raten, sich mit dem Thema umfangreich auseinanderzusetzen und zum Anfang jeder SEO-Arbeit eine umfangreiche Keyword Recherche durchzuführen.

3. Es gibt zahlreiche (sehr gute) gratis Tools für Keyword Recherche

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Das bringt uns auch direkt zum nächsten Punkt. Wer eine Keyword Recherche durchführen will, der muss nicht unbedingt über Zugang zu kostenpflichtigen und oft teuren SEO-Tools verfügen. Es gibt zum Glück zahlreiche Tools im Internet, die für eine Keyword Recherche genutzt werden können. Im Folgenden sollen diese nur kurz und beispielhaft genannt werden. Wer eine Keyword-Recherche durchführen will, der findet zahlreiche Anleitungen zu jedem dieser Tools im Internet.

Zur Überprüfung von Suchvolumen und Konkurrenz:

Zur Ideenfindung:

4. Hohes Suchvolumen ist nicht gleich gutes Keyword

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Im Rahmen der Keyword-Recherche ist ebenfalls wichtig darauf zu achten, wie die Konkurrenz eines Keywords ist. Zu viele Menschen entscheiden sich nur auf Basis des geschätzten Suchvolumens dazu, einen Ranking-Versuch zu starten. Dabei sollte immer eine gesunde Balance zwischen Suchvolumen und der Konkurrenz herrschen. “Konkurrenz” bedeutet in diesem Fall, wie schwierig es ist für ein bestimmtes Keyword zu ranken. Die Basis sind hier natürlich die anderen Seiten, die bereits für dieses Keyword ranken oder Suchmaschinenoptimierung zur Verbesserung des Rankings betreiben.

Keywords mit einem hohen Suchvolumen bedeuten natürlich auch immer mehr potentiellen Traffic und damit mehr potentielle Kunden. Allerdings ist bei solchen Keywords die Konkurrenz auch meistens (natürlich nicht immer) deutlich stärker, als für Keywords mit niedrigem Suchvolumen. Das führt natürlich dazu, dass es deutlich schwieriger ist zu diesen Keywords überhaupt zu ranken und meistens bleibt die eigene Seite hinter großen und etablierten Websites zurück. Hat ein Keyword allerdings niedriges Suchvolumen, bringt auch ein Platz 1 ranking nur wenige Klicks. Dafür gibt es hier deutlich weniger Konkurrenz.

Um zu entscheiden, welche Arten von Begriffen die richtigen für die eigene Seite sind, muss man sich zunächst seine Ziele und aktuelle Situation klar machen. Wer eine ganz neue Website gegründet hat und gerade die ersten Blogbeiträge schreibt, der wird es schwer haben für Keywords mit sehr hohem Suchvolumen mit starker Konkurrenz zu ranken. Hier sollte vorwiegend Content für Keywords mit niedriger Konkurrenz, und damit oft auch für Keywords mit niedrigem Suchvolumen geschrieben werden. Das hilft dabei die eigene Seite überhaupt erst einmal zu etablieren und langsam eine Domain Authority und erste Backlinks aufzubauen.

Eine gut etablierte Seite sollte oder muss hingegen auch stark umkämpfte Keywords in Angriff nehmen. Gute Rankings führen bei solchen Anstiegen zu starken Traffic-Peaks, Umsatzsteigerung und gleichzeitig wird die Konkurrenz verdrängt.

5. Search Intent untersuchen

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Wenn du dich für ein Keyword oder eine Keyphrase entschieden hast, dass im optimalen Fall eine möglichst hohe Relevanz für dein Unternehmen, ein möglichst hohes Suchvolumen und eine möglichst niedrige Konkurrenz hat, gilt es herauszufinden, was für Content der Nutzer überhaupt erwartet, wenn es den oder die Begriffe in der Suchmaschine eingibt. Man spricht hier vom sogenannten Search Intent, also der Intention hinter der Suche.

Wer Beispielsweise nach dem Begriff “Marketing” sucht, der sucht höchstwahrscheinlich nach Definitionen und allgemeine Informationen zu dem Begriff. Deshalb zeigt Google für den Begriff auch sehr allgemeine Ergebnisse, die sich im Wesentlichen mit der Definition und Grundlagen beschäftigen. 

Wer Beispielsweise nach dem Begriff “Marketing” sucht, der sucht höchstwahrscheinlich nach Definitionen und allgemeine Informationen zu dem Begriff. Deshalb zeigt Google für den Begriff auch sehr allgemeine Ergebnisse, die sich im Wesentlichen mit der Definition und Grundlagen beschäftigen.

Hinter jeder Suche verbirgt sich also eine gewisse Intention, die es herauszufinden gilt. Denn nur wer diese Intention kennt, der kann Content liefern, der dieser Intention gerecht wird.

Wem das jetzt immer noch zu kompliziert ist, der kann eine Suchanfrage auch mit einer Frage des Nutzers gleich setzen. Wer “Marketing” bei Google sucht, der hat höchstwahrscheinlich die Frage: “Was ist die Definition Marketing?”. Wer “Marketing Tipps” sucht der fragt sich: “Was gibt es für Marketing Tipps?”. Wenn man also für einen dieser Begriffe ranken will, dann sollte man einen Text schreiben, der die entsprechende Frage beantwortet.

Wenn man herausfinden will, was die Suchintention hinter einem Keyword ist, nutzt man hierzu einfach Google. Denn letztlich besteht Googles Aufgabe genau darin, die beste Antwort auf die Suchanfrage des Nutzers zu bieten und somit Ergebnisse in Anlehnung an die Suchintention des Nutzers auszugeben. Wenn man also einen Begriff bei Google eingibt und sieht, dass die ersten 10 Ergebnisse alle eine Definition und Grundlagen enthalten, dann kann man davon ausgehen, dass die Nutzer sich grundlegend über den Begriff informieren wollen.

Oft zeigt Google allerdings auch zahlreiche Ergebnisse von Onlineshops wie Amazon, real.de oder ähnlichem an. Hier kann man davon ausgehen, dass die Suchintention der Kauf oder Produktvergleich ist.

Natürlich liegt auch der Google Algorithmus nicht immer richtig oder die Intention ist aus den Google Suchergebnissen nicht eindeutig zu erkennen. Da es im deutschsprachigen Raum zu vielen Keywords nicht so viel Content und Ergebnisse gibt, wie im englischsprachigen Raum, kann eine Suche in der amerikanischen Suche von Google ebenfalls Aufschluss über die Intention geben. Hier muss natürlich auch das Keyword bei der Suche übersetzt werden, um aufschlussreiche Ergebnisse zu erhalten.

6. Wieviele Keywords pro Text?

Schwierigkeit: Geeignet für Fortgeschrittene

Wer eine umfangreiche Keyword Recherche gemacht hat, der wird merken, dass viele Keywords sich stark ähneln. Um nun herauszufinden, für welche Keywords sich ein eigener Text lohnt oder ob man mehrere Keywords mit einem einzigen Text abdecken kann, der kann erneut auf die Suchintention und den SERP Overlap Test zurückgreifen.

Ist bei zwei Keywords die Suchintention die gleiche, dann können beide Keywords in einem Text abgedeckt werden. Um beim Beispiel von oben zu bleiben: “Marketing” und “Marketing Definition” haben beispielsweise einen sehr ähnlichen Search Intent. Das sieht Google auch so, denn die Top-Ergebnisse zu den Keywords haben sehr starke Überschneidungen.

Diese Überschneidungen prüft man mit dem SERP Overlap Test. Hierzu nutzt man den Inkognito Modus des Browsers und gibt zunächst das erste Keyword und dann das zweite Keyword ein. Wenn die Suchergebnisse sehr ähnlich sind und viele Suchergebnisse übereinstimmen, dann können beide Keywords mit einem einzigen Text behandelt werden.

7. SERPs sind extrem hilfreich, um Content zu planen

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Und wenn wir schonmal bei den SERPs sind. SERPs geben neben der Suchintention und der Frage, die der Content beantworten muss, auch Aufschluss darüber, auf welche Weise Google die Frage gerne beantworten will. 

Was bedeutet das?

SERPs können neben den klassischen Web-Ergebnissen (bestehend aus Titel, URL und Beschreibung) auch zahlreiche andere Arten von Suchergebnissen beinhalten. Einfache Beispiele hierfür sind Videos, die Google Karte, die bei lokalen Suchanfragen eingeblendet wird, Bilder, Produkte oder “Featured Snippets”, in denen konkrete Fragen direkt beantwortet werden.

SERPs können neben den klassischen Web-Ergebnissen (bestehend aus Titel, URL und Beschreibung) auch zahlreiche andere Arten von Suchergebnissen beinhalten. Einfache Beispiele hierfür sind Videos, die Google Karte, die bei lokalen Suchanfragen eingeblendet wird, Bilder, Produkte oder “Featured Snippets”, in denen konkrete Fragen direkt beantwortet werden. 

Während zum Keyword “Marketing Tipps” eine konkrete Liste mit Tipps und eine Infografik aufgeführt sind, werden zur Suchanfrage “Marketing Agentur” direkt Marketing Agenturen aus der Nähe aufgelistet. Wer also für das Keyword “Marketing Agentur” ranken will, der sollte sich um die Optimierung eines Google My Business Profils zu diesem Keyword bemühen oder eine Unterseite mit lokalen Bezug, beispielsweise “Marketing Agentur in Berlin” veröffentlichen.

Natürlich geben die am besten gelisteten Seiten auch Aufschluss darüber, wie lange ein Text zu einem Keyword sein sollte. Das bedeutet keinesfalls, dass dein Text immer länger sein muss als der des ersten Ergebnisses, doch ein Anhaltspunkt ist es allemal.

8. Schreibe den besten Artikel zu Deinem Thema

Schwierigkeit: Geeignet für Fortgeschrittene

Wir haben in den letzten 10 Jahren als Agentur wahrscheinlich keine Frage häufiger gestellt bekommen als “Warum ranke ich nicht auf Platz 1? Ich habe doch einen Text geschrieben und Backlinks aufgebaut.”

Die Antwort ist meistens naheliegender als man denkt: Der Text ist schlichtweg nicht gut genug bzw. die Konkurrenz hat einfach bessere Inhalte. Wenn man mit einem Inhalt, Text oder einer Seite besser ranken will, als die Konkurrenz, dann scheint es mit gesundem Menschenverstand eigentlich auch nur logisch, dass die eigene Inhalte besser sein müssen, als die der Konkurrenz.

Wer demnach auf Platz 1 ranken will, der muss tatsächlich den besten Content zu einem Thema veröffentlichen, den es zu diesem Thema im Internet zu finden gibt. Denn Googles großes Ziel ist es genau diesen Content an den Nutzer auszuspielen. An dieser Stelle soll noch einmal betont werden, dass das besser nicht bedeutet, dass der Content ausschließlich länger sein muss. Der Content muss besser sein – und zwar für den Nutzer und die Suchmaschine. 

Hat die Konkurrenz beispielsweise einen umfangreichen Text mit allen Informationen zu einem Thema geschrieben und man kann eigentlich nichts besseres veröffentlichen? Dann schreibt man selbst einen umfangreichen Text mit allen Informationen zu dem Thema, aber verstärkt diesen noch mit einer Infografik und einem Video. Das macht den Text für Suchmaschinen und für Nutzer strukturierter.

Natürlich ist uns auch bewusst, dass das mit einem sehr großen Aufwand verbunden ist. Umso wichtiger ist erneut zu betonen, dass man sich genau überlegen sollte, für welche Keywords man ranken will und dann zu genau diesen Keywords bzw. Themen den besten Content im Netz veröffentlicht. Und auch wenn das immernoch keine “Garantie” ist, dass man wirklich zudem Keyword ranked, so kann ich aus fast zehn Jahren SEO-Content Erfahrung sagen, dass man mit dieser Strategie langfristig immer am besten fährt.

9. Nutze ausgehende Links

Schwierigkeit: Geeignet für Fortgeschrittene

Viele schrecken davor zurück, ausgehende Links in den eigenen Content einzubauen. Also Links im eigenen Content, die auf andere Websites verweisen. Meistens gibt es für diese Angst einen von drei Gründen: 

  • Man will die eigenen Website Besucher nicht verlieren und nicht auf andere Seiten als die eigenen schicken.
  • Man hat Angst davor, die Konkurrenz mit einem Link zu stärken und damit ungewollte deren Ranking zu verbessern.
  • Wer zu viele externe Links (dofollow) auf der eigenen Seite setzt, der verringert den Wert der eigenen Seite für Google. 

Wir wollen an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen, was diese Punkte betrifft. Doch es sollte festgehalten werden, dass es sich bei diesen drei Punkten nicht nur um fehlerhafte Annahmen handelt, sondern diese einem guten Ranking langfristig sogar im Weg stehen können.

In den letzten Jahren erschienen immer mehr Artikel und Untersuchungen über ausgehende Links, die diese als einen sehr bedeutenden Ranking-Faktor bezeichnen. alexa.com geht sogar soweit ausgehende LInks, als eine der unterschätztesten SEO-Taktiken überhaupt zu nennen.

Ob ausgehende LInks wirklich so extrem wichtig sind sei jetzt einmal dahingestellt, doch sie können definitiv zur Verbesserung des Website-Rankings beitragen. Warum?

Auf die Frage, ob ausgehende Links ein Ranking-Faktor sind sagt John Mueller von Google selbst:

“Linking to other websites is a great way to provide value to your users. Often times, links help users to find out more, to check out your sources and to better understand how your content is relevant to the questions that they have.” (John Mueller)

Und das bringt vieles auf den Punkt: Zum einen sind ausgehende LInks für Nutzer extrem hilfreich. Man hat die Möglichkeit ihnen weiterführende Informationen zu Themen anzubieten, ohne den Content auf der eigenen Website zur Verfügung stellen zu können. Gleichzeitig wird durch externe Links die Glaubwürdigkeit des eigenen Contents verbessert. Das kann man sich ähnlich vorstellen wie bei den Quellenangaben einer wissenschaftlichen Arbeit. Wer Quellen angibt und direkt auf diese verweist, der ermöglicht es den Nutzern diese selbst zu überprüfen und dem Content dementsprechend mehr Glauben zu schenken.

Wichtig ist dementsprechend aber auch immer, dass die Seiten auf die verwiesen wird eine echte Relevanz für den Nutzer haben und nicht nur eingebaut werden, weil die Yoast-Checkliste (ein WordPress Plugin) einem sagt, dass man externe Links setzen soll.

Zwar sagt Google selbst nicht direkt, dass ausgehende Links ein direkter Ranking-Faktor sind, doch alleine die beiden oben genannten Punkte können definitiv als indirekte Ranking-Faktoren gewertet werden. Hinzu kommt, dass ausgehende Links der Anfang von positiven Branchen-Beziehungen sein kann. Da eigentlich jeder weiß, dass Backlinks ein sehr wichtiger Ranking-Faktor sind, kann man ausgehende Links nutzen, um Kontakt zu anderen Websitebetreibern und Autoren der Branche aufzubauen, indem man sie einfach über den Link auf deren Seite informiert. Das wiederum geht Hand in Hand mit Tipp 54 unserer Liste zum Backlink-Aufbau.

Als vierter und letzter Punkt soll hier noch erwähnt werden, dass auch ausgehende Links Kontext schaffen. Google und andere Suchmaschinen versuchen jeden Content inhaltlich einzuordnen und zu bewerten. Dabei dürften natürlich auch externe Links eine entscheidende Rolle spielen.

10. Strukturierende Elemente im Content führen zu besseren Rankings

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

In so gut wie jeder Anleitung zu guten SEO-Texten kommt mindestens einmal das Wort “strukturierende Elemente” vor. Doch was ist das eigentlich und warum führt das zu besseren Rankings? Strukturierende Elemente sind per Definition eigentlich alle Elemente, die dem Text oder der Website mehr Struktur verleihen. Hierzu zählen also beispielsweise Überschriften, Unterüberschriften, Bilder, Tabellen und Auflistungen.

Erneut sollte hier zunächst aus Nutzersicht gedacht werden. Alle diese Elemente helfen dabei einen Text leserlicher und übersichtlicher zu gestalten, was dem Leser wiederum dabei hilft die Informationen richtig wahrzunehmen. Das weiß natürlich auch Google und belohnt gut strukturierte Texte dementsprechend mit besseren Rankings.

Listen, Tabellen und Unterüberschriften werden von Google zum Beispiel häufig in den Featured Snippets genutzt. Hierbei handelt es sich um hervorgehobene Suchergebnisse, die Nutzern eine schnelle und prägnante Antwort auf ihre Suchanfrage bieten sollen.

Spätestens damit ist klar, dass strukturierende Elemente nicht nur zur Verbesserung des Nutzererlebnisses führen, sondern sich auch direkt positiv auf die Rankings auswirken.

11. Keywords auf der Seite zu verwenden ist auch heute noch wichtig

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Egal welchen Eintrag und welche Checkliste über SEO-Texte man sich heute durchliest. In fast allen wird einem das gleiche erzählt: Es ist heute nicht mehr so wichtig wie früher, Keywords in den eigenen Text einzubauen und man sollte das schon gar nicht auf unnatürliche Weise machen.

Dem können wir nur zu 100% beipflichten. Doch trotzdem sind Keywords im eigenen noch wichtig. Denn wer einen Text über SEO Tipps schreibt, aber die Suchphrase SEO Tipps nicht im Text nennt, der wird es tatsächlich schwerer haben auch für dieses Keyword zu ranken.

Auch heute noch sollte man also Keywords an gewissen Stellen im Text einbauen. Beispielsweise direkt in der Überschrift, im Meta-Title, in der Meta-Description, in der URL, in den ersten 100 Worten und zumindest ab und an im weiteren Verlauf des Textes.

Also doch so oft? Ja. Die Nutzung bestimmter Wörter hilft Google logischerweise einen Text thematisch richtig einzuordnen und hilft auch dabei einem Wort selbst eine gewisse Gewichtung innerhalb des Textes zu geben. Das heißt natürlich nicht, dass ein guter Text zum Thema “SEO Tipps” nicht auch langfristig zum Thema “SEO Tricks” ranken wird (im Gegenteil: Viele der Suchergebnisse sind hier dieselben), doch trotzdem unterscheiden sich die SERPs. Und wen würde es dabei wundern, dass für die Suchanfrage “SEO Tipps” ein Text als Featured Snippet anzeigt, der im Titel, in der URL, in der Überschrift, in der Beschreibung und in den ersten 100 Worten die Keyphrase SEO Tipps enthält. Für “SEO Tricks” schaut es übrigens genauso aus. Das Platz 1 Ergebnis enthält “SEO Tricks” an allen diesen Stellen.

12. Keyword-Dichte und WDF*IDF Analyse sind nicht so wichtig, wie du vielleicht denkst.

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger


Ich weiß – wir sind auch nicht ganz normal. SEO Tipp #11 ist noch, dass Keywords auch heute noch wichtig sind. Und SEO Tipps #12 ist dann, dass Keywords nicht wichtig sind. Aber Achtung: So ist das nicht gemeint. Wie oben steht: Die Verwendung von Keywords zur thematischen Einordnung eines Textes ist weiterhin wichtig, doch Dinge wie Keyword-Dichte und WDF*IDF-Analyse haben bei weitem nicht mehr die Bedeutung, die ihnen oft noch zugeschrieben wird. 

Dies gilt vor allem für die Keyword-Dichte, die bereits seit mehreren Jahren nicht mehr als zeitgemäß gilt. Mit Keyword-Dichte ist übrigens das Verhältnis eines Suchbegriffs zur Gesamtwortanzahl eines Textes gemeint. Ein Text mit 1000 Worten, indem das Keyword 10x vorkommt, hat dementsprechend eine Keyword-Dicht von 10/1000 (Verhältnis aus Suchbegriff und Gesamtwortanzahl) von 1%.

Aber warum ist Keyword-Dichte nicht mehr so wichtig? Wer ein Wort nur im Text verwendet, um eine gewisse Keyword-Dichte zu erreichen, der schreibt einen Text definitiv nicht für Nutzer, sondern für Suchmaschinen. Wer einen Text zu einem bestimmten Thema schreibt, der wird wichtige Schlagworte zu dem Thema sowieso und auf natürlich Weise in den Text einbauen.

Auch die so oft beschrieben WDF*IDF-Analyse ist nicht der heilige Gral der Suchmaschinenoptimierung. Die Berechnung ist hier um einiges komplizierter und kann hier gerne genauer nachgelesen werden. Kurz gesagt werden bei der WDF*IDF-Analyse alle Worte eines Textes und deren Gewichtung im Verhältnis zu allen anderen Seiten gestellt, die für dieses Keyword ranken.

Natürlich kann die WDF*IDF-Analyse zur OnPage-Optimierung herangezogen werden, doch auch ein unsinniger Text könnte nur auf Basis der WDF*IDF-Analyse als optimiert bewertet werden.

Wer seinen Content also nur auf Basis von Keyword-Dichte oder WDF*IDF Analyse schreibt, der wird langfristig Probleme bekommen. Denn Googles Algorithmus wird stetig intelligenter und auf Basis neuer Ranking-Faktoren wie z.B. Absprungraten und Verweildauer immer besser darin die Qualität und den Mehrwert von Content für den Nutzer zu bewerten. Das haben einige Websites in den letzten Jahren bereits stark zu spüren bekommen. Hier hat Google “überoptimierte” Texte ohne wirklichen Mehrwert für den Nutzer mit mehreren Updates rigoros abgestraft.

Es gilt dementsprechend das, was wir bereits zu Beginn dieses Textes gesagt haben: Wer langfristig und unabhängig von Google Updates erfolg haben will, der sollte Content und SEO-Texte immer für den Nutzer schreiben und nicht für die Suchmaschinen.

13. Videos sorgen für Auffindbarkeit

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Wusstest Du, dass Videos für eine bessere Auffindbarkeit und mehr Reichweite der eigenen Website sorgen? Natürlich. Denn wenn Du in den letzten zehn Jahren auch nur irgendwann einmal den Begriff SEO bei Google eingegeben hast, dann weiß Du das. Wir wollen uns deshalb an dieser Stelle eine Auflistung der Vorteile von Videos für SEO, die eigene Website und Deine Marke sparen.

Doch obwohl Du das weißt, ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass Du Videos noch kaum nutzt. Du gehörst zwar relativ sicher zu den 85% der Unternehmen, die bereits mit Video im Rahmen von ihren Marketingkampagnen gearbeitet haben, doch veröffentlichst Du wirklich regelmäßig Video-Content und nutzt Video, um die Rankings Deines Contents zu verbessern? Eher nicht.

Dabei ist es in den letzten Jahren immer und immer einfacher geworden Videos zu erstellen. Hier ein Beispiel: Für eine unserer Nischen-Seiten (im Haus & Garten Bereich) haben wir mehr als 200 Texte geschrieben und schreiben lassen. Diese bringen uns zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Textes pro Monat ca. 50.000 Leser über Google auf diese Nischen-Website.

Doch von Beginn an haben wir diese Texte auch in Videoform veröffentlicht. Wir haben diese einfach vorgelesen und mit Stockfotos, die passend zum Text eingeblendet werden, zu Videos gemacht. Hierzu brauchen wir nicht einmal ein Schnittprogramm. Solche Videos können beispielsweise einfach mit Hilfe von Powerpoint erstellt werden. Und auch Stockfotos sind im Netz an vielen Stellen gratis (pixabay) oder sehr günstig (Envato Elements) zu finden.

Natürlich sind das nicht die hochwertigsten Videos, die dieser Planet jemals gesehen hat, doch die 200 Videos, die wir in den letzten Jahren erstellt haben, bringen uns neben den 50.000 Lesern der Texte monatlich 300.000 Videoaufrufe.

Also: Hör auf zu perfektionistisch und zurückhaltend zu sein. Setz dich vor die Kamera, such Dir Stock-Material oder nutze eine der zahlreichen anderen Ideen, um schnell und kostengünstig Video-Inhalte zu erstellen. Nutze dazu natürlich die Inhalte, die du sowieso schon erstellt hast und mach endlich Videos daraus.

14. Content für mehr als einen Post nutzen

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Und das bringt uns eigentlich auch schon zum nächsten Tipp, auch wenn dieser nicht unbedingt nur etwas mit SEO, sondern vielmehr mit Content Marketing im Allgemeinen zu tun hat. Wenn Du Content erstellst, solltest Du dir immer darüber im Klaren sein, dass Du diesen höchstwahrscheinlich öfter als nur einmal nutzen kannst.

Aus einem Text kannst Du, wie oben bereits erklärt, heutzutage sehr einfach bzw. kostengünstig ein längeres Video machen. Dieses längere Video kannst Du beispielsweise für YouTube nutzen. Das lange YouTube Video kannst du im Anschluss in mehrere kürzere Videos splitten, die Du für andere Social Media Kanäle wie Instagram und Facebook nutzt. Außerdem kannst du auf Basis des Textes wahrscheinlich ein paar Übersichtsgrafiken oder Checklisten erstellen. Diese Grafiken kannst du auf Kanälen wie Instagram, Facebook oder Pinterest posten. Und natürlich in den Videos verwenden.

Mir ist natürlich bewusst, dass sich all dieser Content nicht von alleine erstellt, aber oft ist es einfacher und kostengünstiger auf Basis von bestehenden Inhalten Content für die einzelnen sozialen Kanäle zu entwickeln und nicht für jeden Kanäle neue Inhalte recherchieren zu müssen. Denke dabei immer von groß nach klein. Denn es ist natürlich schwerer auf Basis einer einzigen Übersichtsgrafik ein langes YouTube-Video zu erstellen, als anders herum. So zumindest unsere Erfahrung.

Für die Suchmaschinenoptimierung hat das natürlich auch einige Vorteile: Ein Text mit Videos, Übersichtsgrafiken und Checklisten ist für den Leser einfacher verständlich und bringt ihm großen Mehrwert. Natürlich führen die einzelnen Social Media Posts auch zu einer größeren Zahl an Social Signals und Lesern auf der Seite. Außerdem eignen sich alle diese Medieninhalte auch hervorragend für den Aufbau von Backlinks.

15. Interne Verlinkungen sind super wichtig

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Was ist interner Link ist, muss denke ich nicht aufwendig erklärt werden. Es sind ganz einfach Links, die von einer eigenen Seite auf eine andere Seite innerhalb der gleichen Domain verlinken. Also zum Beispiel von einem Blogartikel auf einen anderen.

Die Frage ist jetzt, warum dies für die Suchmaschinenoptimierung “super wichtig” ist. Das ist eigentlich ganz einfach zu erklären. Interne Verlinkungen helfen Google dabei zu erkennen, welcher Content wie relevant ist. Wenn ein Beitrag oder eine Seite viele Links erhält, dann ist das ein Signal für Google, dass es dabei um einen wichtigen Artikel handeln muss. Das gilt sowohl für externe als auch für interne Links. Nur das interne Links viel einfacher zu generieren sind als externe Links.

Interne Links ermöglichen es einem Websitebetreiber also Google mitzuteilen, welche Beiträge und Seiten auf einer Website relevant sind. 

Doch damit nicht genug. Interne Verlinkungen helfen auch dabei Beiträge und Seiten möglichst schnell in den Google Index zu bekommen. Was heißt das? Wahrscheinlich ist dir schon einmal aufgefallen, dass deine neuesten Posts oder neue Unterseiten nicht sofort bei Google auffindbar sind. Das liegt oft einfach daran, dass Google diese noch nicht “gefunden” hat bzw. einfach nicht weiß, dass diese existieren.

Google untersucht (crawlt) eine Website, indem es internen und externen Links folgt. Wenn Google also auf der Startseite einer Website ankommt, folgt Google nach und nach den Links dieser Seite. Je mehr Links interne Links man also auf eine bestimmte Seite setzt, desto eher findet Google diese Seiten auch.

Gleichzeitig helfen diese internen Verlinkungen aber auch dabei Content kontextuell einzuordnen, also Beziehungen zwischen unterschiedlichen Seiten und Beiträgen herzustellen.  Durch das Hinzufügen interner Links wird sichergestellt, dass Google versteht, dass der Inhalt dieser Seiten mit dem Inhalt dieses Posts in Zusammenhang steht.

Warum ist das wichtig? Google “versteht” Content immer besser und weiß, zu welchen Bereichen Websites immer wieder hochwertigen Content veröffentlichen. Nach unserer Erfahrung wird sich eine Website mit dem Themenschwerpunkt Marketing schwerer tun mit einem Text zu einem Thema wie Gartenpflege zu ranken, als eine Seite, die sich ausschließlich mit dem Thema Gartenpflege beschäftigt. Einfach weil Google den Themenschwerpunkt kennt und beiden Seiten in ihren jeweiligen Kernbereichen eine gewisse Autorität zuspricht.

Und auf welche Seiten verlinke ich nun? Tatsächlich gibt es hunderte Artikel zu diesem Thema im Internet und mit der Theorie um interne Links kann man sich viele,  viele Stunden beschäftigen.

Wir versuchen das möglichst an dieser Stelle möglichst einfach zu halten: Verlinke intern auf deine wichtigsten Seiten, die möglichst gut in den Suchergebnissen aufzufinden sein sollen. Diese “wichtigsten” Seiten haben in der SEO viele Namen wie Cornerstone-Pages oder Pillar-Pages, doch alle meinen dasselbe: auf diesen Seiten ist dein bester und umfangreichster Inhalt, der den Kern deines Unternehmens trifft. Es sind die Inhalte, die deine Kunden finden sollen, wenn sie nach Themen oder Produkten suchen, auf die du dich spezialisiert hast.

16. Ankertexte beachten

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Und wenn wir schon einmal bei internen Links sind, dann bleiben wir gleich bei einem sehr verwandten Thema – Ankertexte. Ein Ankertext ist der klickbare Text, auf dem der Link liegt. Meistens ist dieser farblich gekennzeichnet, damit klar ist, dass es sich dabei um einen Link handelt.

Dass Ankertexte ein wichtiger Ranking-Faktor sind und die Platzierung in den Suchergebnissen beeinflussen, ist eigentlich unumstritten. Aber warum ist das so? Hier muss man wieder aus Nutzersicht denken, denn das ist ja auch – wie jetzt schon mehrfach erwähnt – das was Google am liebsten macht.

Ankertexte helfen Nutzern dabei zu erkennen, welches Ziel sich hinter einem Link verbirgt und was sie auf der verlinkten Seite erwarten können. Ein verlinkter Text wie “hier klicken” oder “mehr erfahren” gibt einem Nutzer kaum Informationen darüber, was ihn auf der verlinkten Seite erwartet. Ankertexte wie “Anleitung für gute SEO-Texte” oder “SEO-Tipps, die Sie heute noch anwenden können” lassen hingegen eine Schlussfolgerung zu, was sich hinter diesen Links verbirgt. Und wenn diese Information Nutzern etwas bringt, dann bringt sie auch Google etwas und wird von Google genutzt.

Aus diesem Grund sollte man gerade bei internen Links darauf achten, dass vernünftige und kontextuell richtige Ankertexte verwendet werden. Schließlich kann man den Ankertext bei internen Links, anders als bei Links von anderen Seiten, unproblematisch selbst beeinflussen.

An dieser Stelle soll natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass es über viele Jahre hinweg Standard war immer nur das Keyword als Ankertext zu nutzen, für das man in den Google Suchergebnissen ranken wollte. Diesen Missbrauch der Ankertexte erkannte natürlich auch Google und strafte eine übermäßige Nutzung von Keywords in Ankertexten ab. Aus diesem Grund raten wir dringend davon ab Ankertexte nur zu nutzen, um das Keyword dort zu platzieren. Am besten schreibt man die Ankertexte so, wie es aus Nutzersicht am sinnvollsten ist, denn das hilft dann auch Google dabei die Texte kontextuell richtig einzuordnen.

17. Themen statt Keywords (Topic Cluster SEO Strategie)

Schwierigkeit: Geeignet für Fortgeschrittene

Wir haben zuvor schon davon gesprochen, dass Websites für solche Themen einfacher und besser ranken, zu denen die Websites oft (guten) Content veröffentlichen.

Das ist natürlich nicht nur einfach so, sondern das hat einen Grund. Google, und natürlich auch andere Suchmaschinen, hat in den letzten Jahren gelernt Suchanfragen besser zu verstehen und die Intention des Suchenden zu ermitteln. Gleichzeitig wurden (und werden) die Suchanfragen der Menschen immer komplexer. Während vor einigen Jahren nur einzelne Schlagworte gesucht wurden, werden heute teils komplexe und ausformulierte Fragen bei der Suchmaschine eingegeben. Dazu kommt natürlich der Effekt, dass jemand der etwas ganz spezifisches sucht oft auch unterschiedliche Ausdrücke in und für diese Suchanfragen verwendet. Für die Suchmaschinen ist es dementsprechend wichtig die Suchanfragen in einen Kontext einzuordnen.

Es ist dementsprechend heute nicht mehr so relevant wie früher nur für ein ganz spezifisches Keyword zu ranken. Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen wird ein Ranking für Themen rund um populäre Suchanfragen umso wichtiger.

Hat man dieses Prinzip erst einmal verstanden, muss man das nur noch in eine Struktur für die eigene Website übersetzen. Das haben natürlich einige SEO-Experten schon gemacht und die “Topic Cluster SEO Strategie” entwickelt. Anstatt wie früher viele einzelne Seiten zu haben, die jeweils auf ein Ranking für ein einzelnes Keyword abzielen, werden Websites heute in “Topic-Clustern” oder, wie man es vielleicht frei übersetzen könnte, “Themenwolken” strukturiert.

Dabei steht immer eine sogenannte Pillar-Seite im Zentrum dieser Topic-Cluster. Die Pillar Seite ist ein Text, der das jeweilige Thema der Themenwolke möglichst vollständig behandelt und abdeckt. Das kann man sich ein bisschen so vorstellen, wie einen umfangreichen Wikipedia-Eintrag. 

Hubspot, die umfangreiche Untersuchungen im Bereich der Topic Cluster SEO Strategie durchgeführt haben, sprechen davon, dass eine solche Pillar-Page 3000-5000 Wort haben sollte. Damit eine Seite als Pillar-Seite gewertet werden kann, sollte sie jede Frage von Lesern, die nach Keyword X gesucht haben beantworten und weit genug gefasst sein, um als übergeordnetes Element für 20-30 weitere Beiträge fungieren.

Rund um das Thema dieser Pillar-Seite werden dann weiterführende Beiträge erstellt, die spezifischere Unterthemen behandeln.

Um nun eine – auch für die Suchmaschine einfach zu erkennende – Verbindung zwischen der Pillar-Seite und den weiterführenden Beiträgen zu erstellen, werden diese mit internen Verlinkungen miteinander verbunden. Jeder Beitrag im Cluster sollte dazu mindestens einmal mit demselben Ankertext (also dem Text, der als Hyperlink verknüpft ist, siehe dazu Tipp #16) verlinkt sein.

Zusatztipp: Natürlich können Topic-Cluster mit Hilfe von internen Verlinkungen und eventuell leicht notwendigen Bearbeitungen auch im Nachhinein erstellt und miteinander verknüpft werden.

18. Mindmap erstellen, um Überblick zu behalten

Schwierigkeit: Geeignet für Fortgeschrittene

Aus den Themen interne Verlinkung und der damit direkt zusammenhängenden Topic Cluster SEO Strategie erwächst natürlich, vor allem bei größeren Seiten, ein Problem. Man verliert sehr leicht den Überblick darüber, welche Topic-Cluster auf einer Seite schon behandelt sind, welche Themen und Subthemen bereits behandelt wurde, welche Pillar-Seiten es gibt und welcher Beitrag eigentlich mit welcher PIllar-Seite verlinkt werden muss.

Wer sich die Beschreibung und die Grafiken zur Topic-Cluster Strategie noch einmal anschaut, der wird schnell sehen, dass diese eine große Ähnlichkeit mit einer Mindmap hat. Unsere Empfehlung, um einen Überblick über vorhandene Topic-Cluster und Beiträge zu behalten ist es dementsprechend eine große Mindmap zu erstellen, die eben diese vorhandenen Topic-Cluster und Beiträge beinhaltet.

Dazu können diverse Tools, wie zum Beispiel:

Unser Tipp: Jeder Eintrag der Mindmap sollte Titel des jeweiligen Beitrags, URL und das Fokus-Keyword bzw. Keyphrase (also das Keyword, auf den der Beitrag optimiert wird) enthalten.

Du wirst sehen: Auch wenn das Pflegen der Mindmap einen kleinen Zusatzaufwand darstellt, den wir an dieser Stelle nicht unter den Tisch kehren wollen: langfristig wird es Dir deutlich einfacher fallen interne Verlinkungen herzustellen.

19. Schluss mit zu kurzem Content – Schluss mit zu langem Content

Schwierigkeit: Geeignet für Fortgeschrittene

Die optimale Länge von Content und Texten für die Suchmaschinenoptimierung ist wahrscheinlich eines der am meisten diskutierten Themen im Bereich der SEO überhaupt. Und obwohl es wahrscheinlich keine finale Antwort auf die Frage gibt, wie lange der optimale Text ist, wollen wir an dieser Stelle einige grundlegende Überlegungen anstellen und Empfehlungen aussprechen.

Es gibt zahlreiche Untersuchungen die zeigen, dass längerer Content im Schnitt besser ranked. Das hängt vor allem damit zusammen, dass längerer Content im Schnitt mehr Backlinks bekommt, mehr Social Media Shares, mehr organischen Traffic und mehr Social Media Engagement. 

So sieht die durchschnittliche Anzahl an Worten in den Google Top 10 aus. Diese Grafik bzw. Daten darf man aber nicht missinterpretieren und einfach nur “längeren Content” schreiben, um “längeren Content” zu haben, da dieser ja besser ranked. Wahrscheinlich würde diese #herangehensweise genau zum Gegenteil führen und aufgrund schlechter Nutzersignale zu schlechteren Rankings führen.

Vielmehr sollte man versuchen besseren Content zu schreiben. Und genau da liegt der Hund vergraben. Natürlich ist es so, dass guter Content auch meist länger ist, was die durchschnittliche sehr hohe Wortanzahl für die Top-Google Positionen erklärt. Doch langer Content ist nicht immer passend.

Sucht ein Nutzer beispielsweise nach einem Keyword + Definition, dann wird er wahrscheinlich nur schnell die Definition des entsprechenden Keywords ausgegeben haben wollen. Ein 3000 Worte langer Artikel, der diese Definition in all seine Einzelteile zerlegt, zugrunde liegende Theorien und/oder Methoden erklärt wäre hier wahrscheinlich unangebracht. Für ein solches Keyword lohnt sich ein kürzerer Artikel.

Vergiss also niemals die Suchintention des Nutzers zu analysieren und schreibe guten (oder, wie oben beschrieben, den besten) Content, der zu eben dieser Suchanfrage passt.

20. Alten Content regelmäßig umschreiben

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Wie sagte Barney Stinson einst in How I Met Your Mother? “Neu ist immer besser.” Doch in der Suchmaschinenoptimierung gilt oft etwas anders. Eine der einfachsten Maßnahmen, um schnell und kostengünstig an bessere Rankings zu gelangen ist veralteter Content.

Denn sind wir mal ehrlich: Egal wieviel Mühe man sich bei der Content-Erstellung gibt, egal wieviele Backlinks man aufbaut und egal welche Optimierungen man sonst alle durchführt. Manchmal schafft man es einfach nicht, dass Seiten oder Posts für das anvisierte Keyword auf einer der Top-Positionen ranken.

Ist seit der Veröffentlichung des Contents bereits einige Zeit (bis zu 12 Monate Warten ist im Bereich SEO oft angebracht) vergangen, doch die vorhandenen Platzierungen in den Suchergebnissen entsprechend trotzdem nicht den Erwartungen, dann kann es helfen den Content umzuschreiben. Dabei kann man den Content nun entweder zu umschreiben, dass er ein anderes Keyword im Fokus hat oder er kann einfach aktualisiert werden.

Aber warum kann das zu besseren Rankings führen? Ganz einfach. Google (und übrigens auch die Nutzer) lieben Content der aktuell ist. Normalerweise erhalten Seiten, die vor kurzem veröffentlicht wurden bessere Platzierungen in den Suchergebnissen, als Content, der veraltet ist. Wer seinen Content also regelmäßig aktualisiert, der wird diesem Anspruch der Suchmaschinen gerecht.

Doch die Überarbeitung und Aktualisierung alter Inhalte kann eine MENGE Arbeit bedeuten. Ist es dann nicht manchmal einfacher gleich einen neuen Artikel zu schreiben? Nicht unbedingt. Beiträge, die Themen behandeln, die dauerhaft relevant sind, sind relativ einfach und schnell umzuschreiben. Manchmal reicht es dann sogar aus von Zeit zu Zeit einfach das Datum der Artikel zu verändern, um diese dauerhaft für Google aktuell zu halten. Wer natürlich saisonale Themen im Fokus hat (z.B. die Vorstellung des neuen iPhones) wird sich schwer tun diesen Content bei der Veröffentlichung des neuen iPhones einfach zu aktualisieren.

21. Content für bessere Rankings fusionieren

Schwierigkeit: Geeignet für Fortgeschrittene


Doch natürlich ist auch das regelmäßige Aktualisieren von Beiträgen keine Garantie auf Rankings. Vor allem bei kurzem, unvollständigem oder irrelevantem Content ist eine Aktualisierung nicht zielführend. Doch muss man die entsprechenden Websites dann löschen? Immerhin hat schließlich mal irgendjemand Aufwand in die Erstellung dieser Inhalte gesteckt.

Ein Löschen ist nicht unbedingt nötig, denn oft ist es möglich mehrere alte Beiträge und Unterseiten, die ähnliche Themen behandeln, zu einem längeren und besseren Beitrag zusammenzufassen.

Gerade große und ältere Websites, die teils seit mehreren Jahren regelmäßig Beiträge veröffentlichen und über eine große Zahl an Beiträgen verfügen, haben in vielen Themenbereichen schon einiges an Content veröffentlicht. Nicht selten kommt es da vor, dass sich Themen überschneiden oder verwandt sind. Gerade hier kann es sich lohnen regelmäßig zu überprüfen, welche Inhalte zusammenpassen.

Google selbst sagt zu diesem Thema übrigens dasselbe. John Mueller von Google sagt, dass Google eine einzelne starke Seite mehreren schwächeren Seiten vorzieht, denn viele schwächere und kürzere Seiten können es Google erschweren den Inhalt und Zusammenhang dieser Seiten richtig zu interpretieren. Ist der Inhalt auf einer einzelnen Seite zusammengefasst, ist die Gewichtung der Themen und inhaltlichen Schwerpunkt oft deutlich einfache zu erkennen.

Das Zusammenführen und Fusionieren älterer Beiträge wird natürlich eher für solche Beiträge empfohlen, die keinen oder kaum Traffic über die Suchmaschinen erhalten. Wenn ein Artikel gut in den Suchergebnissen gelistet ist und Klicks erhält, dann sollte auf ein Vereinen mit alten und anderen Beiträgen eher verzichtet werde, denn immerhin könnte das auch zu einer Verschlimmbesserung führen und die Beiträge die Rankings einbüßen.

22. Sorge für fehlerfreie und übersichtliche Posts für gute User Experience

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Wer hätte es gedacht? Texte mit zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehlern führen dazu, dass Nutzer die Texte kürzer lesen und nicht so lange auf der eigenen Seite verweilen.

Selbst der beste SEO-Text, der allen bis hierher vorgestellten Prinzipien und Tipps entspricht, wird zu schlechten Nutzersignalen führen wenn er mit Tippfehlern, schlechter Grammatik und schwer lesbaren Sätzen gefüllt ist.

Warum? Weil deine Leser Menschen sind. Und jeder, der schon einmal Content im Internet veröffentlicht hat, der weiß wie schnell Menschen ein Urteil über etwas fällen. Tippfehler und schlechte Grammatik sprechen dabei natürlich nicht unbedingt für die Qualität eines Textes oder einer Website.

Ich will an dieser Stelle aber gleich noch einmal relativieren. Es ist ganz normal ab und zu Tippfehler oder Schreibfehler in einem Text zu haben. Und das ist auch nicht schlimm. Wenn der Inhalt deiner Texte stimmt, werden Nutzer nicht wegen eines einzigen Rechtschreibfehlers abspringen. Ist allerdings in jedem zweiten Satz ein Fehler versteckt, schaut das wahrscheinlich schon etwas anders aus und die Leser werden schnell zurück klicken.

Gleichzeitig darf man nie vergessen, dass die meisten Menschen in Eile sind und keine Zeit haben lange Texte zu lesen. Texte sollten deshalb möglichst übersichtlich gestaltet werden. Hierbei helfen natürlich strukturierende Elemente, die wir weiter oben schon einmal betrachtet haben. Tabellen, Übersichtsgrafiken, Stichpunktlisten oder ein Inhaltsverzeichnis.

Das ist auch der Grund, warum wir für jeden dieser 60 Tipps eine Kurzversion und eine etwas längere Version mit ausführlichen Erklärungen verfasst haben. Denn nur die wenigsten werden die Zeit haben – oder sich diese nehmen – diesen ganzen Beitrag von oben bis unten durchzulesen.

23. Fragen im Titel für höhere CTR

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Die organische CTR (Click Through Rate) ist wahrscheinlich einer der wichtigsten Ranking-Faktoren überhaupt. Die Click Through Rate gibt an, wieviele Personen, die ein Ergebnis in der Such angezeigt bekommen haben, darauf klicken. Es ist also das Verhältnis zwischen Impressionen und Klicks. 

Eine hohe CTR spricht dafür, dass das jeweilige Suchergebnis für die Nutzer relevant ist, was wiederum ein wichtiger Indikator für Google ist. Google zeigt die CTR für einzelne Keywords sogar in der Google Search Console an. Es sollte also ein Ziel sein gute CTRs zu haben oder diese mit den SEO-Maßnahmen zu steigern.

Es gibt zahlreiche Untersuchungen zum Thema CTR und wie man Titel und Beschreibung so optimiert, dass viele Leute darauf klicken. Ein super einfacher Trick ist es aber einfach Fragen in den Titel einzubauen. In zahlreichen Untersuchungen wurde über die Jahre bestätigt, dass dies zu höheren CTR-Werten führt.

Titel, die ein Fragewort und ein Fragezeichen beinhalten, haben laut backlinko.com im Schnitt eine 14.1% höhere CTR als Seiten ohne Fragezeichen im Titel. Gleichzeitig werden übrigens kürzere Titel eher geklickt. SEO-Titel mit 15 bis 40 Zeichen haben eine im Schnitt 8.6% höhere CTR.

Woran liegt das? Beim Tipp zum Thema Search Intent haben wir erklärt, dass sich hinter jeder Suchanfrage eine Intention bzw. sogar eine Frage verbirgt. Wird diese Frage im Titel aufgegriffen, dann fühlt sich der Nutzer darin bestätigt, dass der Text die eigene Frage beantwortet und drückt eher darauf, als auf die anderen Suchergebnisse.

24. Longtail Keywords bringen oft mehr und einfacher Traffic, als kurze Begriffe

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Wir haben oben bereits beschrieben, dass ein hohes Suchvolumen nicht automatisch ein “gutes Keyword” bedeutet und man neben dem Suchvolumen auch die Konkurrenz für dieses Keyword in Betracht ziehen sollte, bevor man versucht dafür zu ranken.

Wie beschrieben, ist die Konkurrenz für kurze und beliebte Suchanfragen mit einem hohen Suchvolumen oft höher, als für spezifische Suchanfragen, die aus mehreren Worten bestehen. Das bedeutet im Gegenzug, dass es für diese Suchanfragen auch oft deutlich einfacher ist eine der vorderen Platzierungen in den Suchergebnissen zu erreichen.

Und an dieser Stelle werden wieder die soeben beschriebene Click Through Rates (CTRs) relevant. Um bei den Daten aus der zuvor zitierten backlinko.com Untersuchung zu bleiben: 

  • Die durchschnittliche CTR für das Platz #1 Suchergebnis bei Google liegt bei 31.7%
  • Gleichzeitig ist es 10x wahrscheinlicher, dass jemand das Ergebnis auf Platz #1 anklickt, als das Ergebnis auf Platz 10. 
  • Verbessert man seine Platzierung in den Suchergebnissen um einen Platz, erhöht sich die CTR im Durchschnitt um 30.8%.

Wenn man mit diesen Zahlen ein einfaches Berechnungsbeispiel anstellt, wird einem klar, warum es oft so viel einfacher ist eine hohe Zahl an Traffic mit Hilfe von mehreren Longtail und konkurrenzschwachen Keywords auf die Seite zu ziehen, als mit einigen wenigen kurzen, aber dafür umkämpften Keywords.

Nehmen wir uns drei unterschiedliche Keywords und die entsprechenden Werte von Ubersuggest als Beispiel:

KeywordSuchvolumenSEO Difficulty
SEO Tipps für Anfänger208
SEO Tipps59023
SEO33.10052

An diesem Beispiel sieht man sehr gut, wie zwar das Suchvolumen immer weiter steigt, die SEO Difficulty (also Konkurrenz) aber auch, je kürzer das Keyword wird.

Mit einem Platz #1 Ranking für das Keyword “SEO Tipps für Anfänger” würde man mit der oben beschriebenen durchschnittlichen CTR eines Platz #1 Rankings und dem angegeben Suchvolumen ca. 6,5 Besucher pro Monat erhalten.

Um die gleiche Anzahl an Besuchern für das Keyword “SEO Tipps” zu erhalten, müsste man mindestens auf der ersten Seite (also mind. Platz 9 oder 10) ranken, da die CTR für Platz #10 im Schnitt zwar bei 3% (also bei 590 Suchvolumen ca. 12 Besucher pro Monat) liegt, für Platz #11 allerdings klicken nur 0,78% der Suchenden auf die zweite Seite. Das bedeutet also für ein Platz #11 Ranking zum Keyword SEO Tipps kaum mehr relevanten Traffic.

Für das Keyword SEO sieht es eigentlich genauso aus. Hier würde zwar ein Platz #11 Ranking natürlich auch noch dazu führen, das man mehr Traffic bekommt als für ein Platz #1 Ranking bei SEO Tipps für Anfänger. Aber zum Vergleich: Das Platz #1 Ergebnis für das Keyword “SEO Tipps für Anfänger” erhält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels 0 Backlinks. Das Platz #11 Ergebnis für das Keyword “SEO” immerhin 15 Backlinks von 9 unterschiedlichen Domains.

Gerade wenn man also im Bereich des Backlink-Aufbaus noch keine oder kaum Erfahrung hat, sollte man eher auf Longtail-Keywords mit geringer Konkurrenz setzen, als auf kurze Keywords mit hohem Suchvolumen und hoher Konkurrenz.

25. Content Lücken finden, um neue Themen-Ideen zu generieren

Schwierigkeit: Geeignet für Fortgeschrittene

Dieser Tipps richtet sich weniger an Anfänger als an Betreiber von etablierten Websites, die bereits größere Mengen Content veröffentlicht haben. Denn gerade, wenn man bereits viel Content veröffentlicht hat, tut man sich oft schwer dabei neue Content-Ideen oder Ideen für Blogbeiträge zu generieren, die echten Mehrwert versprechen.

Eine Content-Lücken-Analyse kann dabei helfen dieses Problem zu überwinden. Obwohl es natürlich Möglichkeiten gibt eine Content-Lücken-Analyse kostenlos und ohne SEO-Tools durchzuführen, empfehlen wir – allein um den Aufwand gering zu halten – eine Analyse mit Hilfe von einem der bekannten SEO-Tools.

ahrefs.com bietet die Content-Lücken-Analyse quasi “out of the box”. Mit anderen Tools ist sie aber mit wenigen Mausklicks ebenso durchzuführen, sofern diese Tools einem die Keyword Ranking unterschiedlicher Domains anzeigen können.

Aber was ist jetzt überhaupt eine Content-Lücken-Analyse? Bei der Content-Lücken-Analyse untersucht man die Rankings seiner größten Konkurrenten und schaut, welche Content-Themen diese abdecken, man selber aber nicht.

Um sicherzustellen, dass die Themen eine echte Relevanz haben, sollte man dabei immer schauen, wie viele der Konkurrenten für die jeweiligen Keywords ranken und wie viel Traffic dieser erhalten.

Diese Content-Lücken-Analyse läuft also in drei Schritten:

  1. Man schreibt sich konkurrierende Website (im Idealfall mindestens 3) auf.
  2. Man prüft, für welche Keywords mehrerer dieser Konkurrenz-Seiten in den Google Top 100 ranken
  3. Zuletzt sieht man sich an, für welche dieser KEywords die eigene Seite NICHT ranked.

Was übrig bleibt ist eine Liste an Keywords, für die die größten Konkurrenzseiten gute Google-Rankings haben, die eigene Website aber nicht. Es handelt sich also um echte Content-Lücken die geschlossen werden sollten.

Natürlich ist nicht jede dieser Lücken wirklich relevant für das eigene Unternehmen, weil z.B. Konkurrenzseiten oder -unternehmen Services oder Produkte anbietet, die man selbst nicht im Portfolio hat, doch da die Content-Lücken-Analyse so einfach ist (mit ahrefs.com sind es nicht einmal 5 Mausklicks), wird sie meiner Meinung nach viel zu selten durchgeführt, um eventuell Themen oder Trends zu finden, die an einem selbst vorbei gegangen sind.

26. Zombie-Seiten entfernen

Schwierigkeit: Geeignet für Anfänger

Wie oft kontrollierst Du wieviel Traffic deine einzelnen Unterseiten oder Blogbeiträge auf die Website bringen? Oder wie viele Besucher diese überhaupt bekommen? Eher selten bzw. nie? Dann geht es dir wahrscheinlich so, wie einem großen Teil der Personen, die Ihre Websites teils seit mehreren Jahren betreiben.

Je älter (und aktiver) eine Website, desto mehr Seiten hat diese oftmals. Und das führt gezwungenermaßen und oft unabsichtlich zu “Zombie-Seiten”. Zombie Seiten, ein Begriff den der SEO-Experte Brian Dean von Backlinko geprägt hat, haben keinen wirklichen Wert für deine Seite, weder für Google noch für den Nutzer, und sie erhalten keinen Traffic über irgendeinen Kanal.

Gerade bei großen eCommerce Seiten mit einer großen Zahl an Produkten, Kategorien oder Kundenrezensionen kommt es oft zu hunderten, schnell auch tausenden Seiten, die eigentlich niemandem einen Mehrwert bieten.

Das wäre eigentlich ja auch nicht schlimm, wenn diese Seiten wirklich “einfach nur da” wären, doch tatsächlich können diese Seiten der Suchmaschinenoptimierung und den Rankings deiner Website schaden.

Viele dieser Seiten führen dazu, dass die Crawler der Suchmaschinen mehr Zeit auf deiner Seite damit verbringen müssen, sich “sinnlose” Seiten anzusehen. Das hat im selben Moment den Effekt, dass die Crawler weniger Zeit auf den Seiten mit hoher Qualität verbringen. Gleichzeitig schaden solche Seiten natürlich auch dem Nutzererlebnis.

Deshalb unsere Empfehlung: Führe regelmäßig eine Kontrolle Deiner Sitemap durch und analysiere regelmäßig alle Seiten, die in der Search Console und Google Analytics angezeigt werden.

Ein paar Beispiele für typische “Zombie” Seiten: 

  • Archiv-Seiten
  • Tag-Seiten (v.a. bei Blog Systemen wie WordPress)
  • Seiten mit vergangenen Vents
  • Nutzerprofile
  • Danke-Seiten
  • Alte Pressemitteilungen/Presseunterlagen
  • Suchergebnisseiten (v.a. bei eCommerce Seiten)

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